Brütal Legend – Brutal, brutaler, brütal!
Metal's not Dead yet!
 | 05.11. - 21:52 UHR
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Was erhält man, wenn man Tim Schafer und Jack Black in einen Mixer kippt? In die Tat umgesetzt wohl eine blutige Sauerei, metaphorisch gesprochen ergibt sich daraus allerdings der kreativste Versuch seit langem ein atmosphärisch-packendes Spiel zu kreieren - mit Heavy Metal versteht sich. Brütal Legend vermag es Humor, harte Töne und das Duo Black-Schafer in einem spielerischen Genre-Mix zu verpacken, wie es die Spielwelt noch nicht erlebt hat. Ob das zwangsläufig gut gehen muss, lassen wir vorerst so im Raum stehen. Alles weitere eröffnet euch unser Test zu Schafers blutigen Metalfest.
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| Brütale Zelebrierung von Gewalt? |
Eddie Riggs ist ein Roadie und zwar nicht irgendeiner, er ist der Beste und versteht wie man den Job richtig macht. Im Hintergrund bleiben, jemand anders gut aussehen lassen und nur bei Notfällen ins Rampenlicht treten, so lange bis die Arbeit getan ist und man wieder im Schatten verschwinden kann. Blöd nur, dass bei Eddies spontanem Versuch ein Bandmitglied vor einem Sturz von der Konzertkulisse zu bewahren, diese nachgibt und unseren Protagonisten unter sich begräbt. Somit ist Brütal Legend wohl eins der wenigen Spiele, dass seine Hauptfigur bereits nach nur wenigen Minuten in der Anfangssequenz das Zeitliche segnen lässt. Da so mancher Käufer des Spiels aber wohl sehr frustriert darauf reagieren würde, bereits nach der ersten Cutscene die Credits anzustarren, ist die Geschichte hier noch nicht zu Ende. Vielmehr bekommt Eddies wundersame Gürtelschnalle etwas Blut ab und ruft ein übergroßes Feuer speiendes Monster auf den Plan, welches gleich die Bühne verwüstet und die Band enthauptet … was für ein Anfang!
Das ist Heavy Metal, da müssen Köpfe rollen!
Nach dem sehr epischen Intro wachen wir als Eddie Riggs unter einer steinernen Statue auf, die dem soeben erschienenen Monster ziemlich ähnlich sieht. Doch statt die ganze Situation in Ruhe auf sich wirken lassen zu können, müssen wir bereits ans Werk. Mit einer herumliegenden Axt, dem Trenner, und unserer Gitarre, der Clementine, rücken wir garstigen Dämonen auf den Hals und trennen diesen auch gerne durch, mit dem Trenner natürlich. Dem Spieler wird hier recht schnell klar, worauf er sich eingelassen hat. Ein kleines Gewaltfest mit Monstern, lockeren Sprüchen und einer sehr feinen Musikuntermalung. Ein Traum für Metalfans wird wahr! Während wir uns nun allein an den ersten kleinen Kombos versuchen und Monster mit unserer Gitarre in Brand stecken, lernen wir Ophelia kennen.
Eine Frau in Umhang, gewillt uns bei der Flucht zu helfen und ein paar böse Typen zu schlächten. Wir wissen zwar immer noch nicht, warum wir eigentlich hier sind, doch das Teilen von Dämonenbrut scheint Eddie gut davon abzulenken. Um den immer nachkommenden Gegnern entfliehen zu können, wird eine neue Eigenschaft der Gitarre ans Licht befördert. Durch das Spielen von bestimmten Soli auf der Clementine können wir Aktionen in der Metal-Welt auslösen. Zum Beispiel alte Ruinen des Rocks zu neuem Glanz führen. Um solch ein Solo zu spielen, müsst ihr dieses mit der richtigen Tastenkombination auswählen und dann im Stile von Guitar Hero und Co mit den farbigen Aktionstasten spielen. In diesem Fall bringt uns das Gitarrensolo Autoteile, welche Eddie als Roadie gekonnt schnell zusammensetzt. Das neue Gefährt, liebevoll Teufel a.k.a. Druidenpflug getauft, bringt das kämpferische Duo schnell fort, direkt in den ersten Bosskampf gegen einen übergroßen, gefräßigen Wurm. Doch dieser Kampf ist vom Auto aus schnell bestritten und wir brechen endgültig in die weiten des Metals auf: erste Station Bladehenge!
Das ist der Punkt an dem wohl jeder nur noch denkt, dass er eines der besten Spiele aller Zeiten in den Händen hält. Spaßige wie brutale Daueraction mit großen Bossgegnern, viel Humor und Metalbeschallung. Die Frage ist nur, ob Brütal Legend dieses Level der Unterhaltung konstant über die zu diesem Zeitpunkt (Gott sei Dank noch unbekannte) Spielzeit halten kann. Die Antwort ist schwierig. Ein jeder, der sich aufgrund der Demo und des bis jetzt gezeigten und beschriebenen Gameplays ein Actionspiel mit großen Endgegnern und Sologeschnetzel erhofft hat, wird wohl enttäuscht werden.
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